Ein Abenteuer unter Schafen

Die Autorin Uta Reichardt liest vor uriger Kulisse aus ihrem Kinder-Schafe-Krimi „Verflixt und zugeMÄHt“

Eine Lesung auf einer richtigen Schafsweide? Unter Schafen, sozusagen? Die Remsecker Kinder- und Jugendbuchautorin Uta Reichardt, die auch Mitglied im Verein für Leseförderung e.V. ist, war von Silke Obrichs (Schulzentrum Rudersberg) Idee sofort begeistert. Gesagt, getan: Am 18. Juli wanderten drei dritte Grundschulklassen samt Lehrerinnen und Lehrern, Theo Kaufmann (Erster Vorsitzender des Vereins für Leseförderung e.V.) und der Autorin zu einer Wiese in leichter Hanglage, in deren unmittelbarer Nähe eine Schafsherde der Familie Deuschle friedlich graste. Vor dieser Kulisse gelang es Uta Reichardt mühelos, ihre jungen und erwachsenen Zuhörer in ihr spannendes Abenteuer zu entführen, in dem immer wieder Schafe aus einem Tiroler Bergdorf unter mysteriösen Umständen verschwinden. Die  heimlichen Helden und Hauptfiguren des rasant-witzigen Schafe-Krimis hatte sie gleich mitgebracht: Nanamäh und Ammeliese, zwei verfressene Stoffschafe, die zwar wie ganz normale Stofftiere aussehen, in Wirklichkeit aber quietschlebendig sind. Wie die beiden zusammen mit ihrem Besitzer, dem elfjährigen Henny, in ein gefährliches Abenteuer geraten, erzählte und las Uta Reichardt sehr lebendig und unterhaltsam vor. Und die Kinder? Sie hörten gebannt zu und waren voll dabei, auch weil sie zwischendurch immer wieder raten durften, wie die Geschichte um die verschwundenen Schafe wohl weitergehen würde. Alles verriet Uta Reichardt freilich nicht und das soll auch an dieser Stelle so bleiben. Die echten Schafe auf der Weide nebenan ließen sich jedenfalls nicht beim Grasen stören. Im Gegenteil: Sie kamen im Lauf der Zeit immer näher. Als ob sie sich selbst keine Sekunde der gelungenen Abenteuer-Lesung entgehen lassen wollten …

Das Online-Lesequiz Antolin motiviert Ilsfelder Grundschüler zum Lesen

Eine tolle Preisverleihung durften die Ilsfelder Grundschüler kurz vor Weihnachten erleben. Theo Kaufmann vom Verein für Leseförderung hat Antolin über den Umweg des im Herbst neu gegründeten Ilsfelder Leseclubs an die Grundschule in Ilsfeld gebracht.

Doch was ist Antolin überhaupt? Antolin ist ein Online-Programm, das zu mehr als 70 000 Kinder- und Jugendbüchern Quizfragen stellt. Die Kinder können also zu einem gelesenen Buch am PC oder Tablet Quizfragen beantworten und dabei Punkte sammeln. So schafft Antolin Anreize zum Lesen.

Das hat Antolin auch in Ilsfeld geschafft, das zeigte die Preisverleihung deutlich.

Doch zunächst übernahm Rektorin Tanja Bewersdorff die Begrüßung mit den Worten: „Lesen macht klug, viel lesen macht klüger“. Sie zeigte sich erfreut, dass mit der Einrichtung des Leseclubs das Thema Leseförderung noch mehr Gewicht in Ilsfeld bekomme und bedankte sich dann bei Herrn Kaufmann für den reichen Gabentisch, den er so kurz vor Weihnachten den Kindern präsentierte. Voll mit brandneuen Büchern und Gesellschaftsspielen brachte er die Kinderaugen zum Leuchten.

Zur Preisverleihung durften sich die Preisträger dann jeder nacheinander einen Preis heraussuchen.

Die überragende Siegerin war Jana Schmidgall, die in der Zeit von den Herbstferien bis zur Preisverleihung kurz vor Weihnachten die Quizfragen für 49 Bücher beantwortet hatte und dies auch noch mit einer Erfolgsquote von 95,5 %.

Sie war dann auch die erste, die aus den schönen Bücher- und Spielepreisen ihren Favoriten auswählen durfte. Auf den Plätzen 2 – 11 lagen folgende Kinder, die alle mindestens 20 Bücher gelesen hatten:

Neo Dammann, Ben Reiber, Liam Marx, Luke Henning, Jule Georg, Marie Morlock, Sarah Ungerechts, Lenn Beckbissinger, Kian Kürbitz und Linda Zeier.

Doch auch viele andere Kinder haben sich von Antolin regelrecht zum Lesen anstiften lassen, denn es wurden noch weitere 25 Kinder ausgezeichnet, von denen 12 zwischen 10 und 20 Büchern und 13 Schülerinnen und Schüler immerhin 6 – 10 Bücher gelesen hatten.

Auch in diesem Jahr geht das Lesen mit Antolin weiter und nach dieser Preisverleihung ist die Motivation sicherlich groß, beim nächsten Mal (wieder) ein gutes Ergebnis einzufahren.

Bericht für die Ilsfelder Nachrichten – Ausgabe Nr. 02 vom 10.01.2019