Wenn alte seelische Wunden wieder aufreißen, ist jedes Verteidigungsmittel recht – auch ein tödliches. Eine spannende Kriminalgeschichte und ein einfühlsamer Gesellschaftsroman über starke Frauen in den 1920er Jahren.
Von der Autorin der erfolgreichen Trilogie „Die Hafenschwester“.
Hamburg 1920: Die Psychoanalytikerin Vera hat die Praxis ihres Mannes im Stadtteil Uhlenhorst übernommen, nachdem er fünf Jahre zuvor im Ersten Weltkrieg gefallen ist. Ihre Patienten haben die unterschiedlichsten seelische Narben – die meisten aufgrund ihrer Kriegsvergangenheit. Als es unter ihnen zu mysteriösen Todesfällen kommt, bittet Kommissar Bender Vera um Hilfe. Sie soll tiefer in der Vergangenheit der Betroffenen bohren, ein Zusammenhang scheint naheliegend. Dann wird der gesichtsverletzte ehemalige Soldat Willi Schuster von seiner Frau als vermisst gemeldet – wieder ein Patient von Vera. Und ihr wird klar: Offenbar rächt sich jemand an dessen ehemaligem Regiment…
Die 1920er Jahre waren wegweisend für die Emanzipation der Frau. In diesem Spannungsfeld erkämpften sich auch die Protagonistinnen des Romans eine neue gesellschaftliche Rolle. Sie sind ehrgeizig, haben Selbstvertrauen, arbeiten, sind für diese Zeit ungewöhnlich finanziell unabhängig und werden dennoch gefangen gehalten in den tradierten Regeln der damaligen Männerwelt. Doch sie kämpfen weiter…
Melanie Metzenthin, Die Psychoanalytikerin
384 Seiten, Paperback, Klappenbroschur
ISBN 978-3-453-29256-7, 17,00 €
erschienen im Heyne Verlag
Melanie Metzenthin
wurde 1969 in Hamburg geboren, wo sie auch heute noch lebt und als promovierte Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie arbeitet. Mit der Vergangenheit ihrer Heimatstadt fühlt sie sich ebenso verbunden wie mit der Geschichte der Medizin. Beim Schreiben ihrer Romane greift sie gern auf ihre beruflichen Erfahrungen zurück, um aus ihren fiktiven Charakteren glaubhafte Figuren vor einem möglichst realistischen Setting zu machen. Ihre erfolgreiche Trilogie Die Hafenschwester ist im Diana Verlag erschienen.


